Rund 450 Kongressbesucherinnen und -besucher haben an den Sitzungen der Sektionen und Assemblies teilgenommen, die erstmals gebündelt am Freitagmittag in München durchgeführt wurden. Die DGP hat das neue Format mit einer Umfrage evaluiert. 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworteten diese vollständig und konnten in die Analyse einbezogen werden. Die Ergebnisse liegen nun vor.
Eine große Mehrheit von knapp 90 Prozent bewertete das Zeitfenster am Freitagmittag als sehr oder eher günstig. Ebenfalls knapp 90 Prozent sprachen sich dafür aus, das Format grundsätzlich beizubehalten. Auch die unmittelbar anschließenden Assembly-Sitzungen wurden überwiegend positiv bewertet.
Besonders hervorgehoben wurde die gute Organisation, die klare Durchführung, der fachliche Austausch sowie die gestiegene Beteiligung. Positiv wahrgenommen wurde zudem die bessere Vernetzung zwischen Sektionen und Arbeitsgruppen sowie die Möglichkeit, Einblicke in andere Themenbereiche zu erhalten.
Gleichzeitig zeigte die Umfrage Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung. Als wichtigste Einschränkung wurde die Parallelität der Sitzungen genannt: Viele Teilnehmende hätten gerne an mehreren Sektions- oder Assembly-Sitzungen teilgenommen. Zudem empfanden viele Befragte das Format teilweise als eng getaktet und wünschten sich einen zeitlichen Puffer zwischen Sektions- und Assembly-Sitzungen. Kritisch angemerkt wurden außerdem eine teils unklare Zielsetzung der Assemblies, Redundanzen zwischen Sektions- und Assembly-Sitzungen sowie der Wunsch nach mehr Diskussion, klareren Agenden und konkreter Nachverfolgung.
Der Vorsitzende der Programmkommission, Professor Marek Lommatzsch, und die Kongresspräsidentin 2027, Professorin Antje Prasse, ordnen die Ergebnisse ein:
„Insgesamt zeigt die Evaluation eine deutlich positive Bewertung des neuen Sitzungskonzepts. Insbesondere der solitäre Slot am Freitagmittag hat sich aus unserer Sicht bewährt und sollte beibehalten werden. Zugleich geben uns die Rückmeldungen wichtige Hinweise, wie wir das Format künftig weiter schärfen und noch stärker an den Bedürfnissen der Sektionsmitglieder ausrichten können. Bei der Programmplanung müssen jedoch zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden, darunter auch die örtlichen Gegebenheiten des Kongresszentrums und die zeitliche Machbarkeit. Für 2027 werden wir versuchen, eine bestmögliche Lösung zu finden – auch wenn sich voraussichtlich nicht alle Wünsche vollständig umsetzen lassen.“
Ergänzend betonen beide:
„Bei der Beteiligung an den Sitzungen sehen wir weiterhin Luft nach oben. Noch mehr DGP-Mitglieder könnten die Sektionen nutzen, um sich fachlich einzubringen, Themen mitzugestalten und den Austausch innerhalb der Gesellschaft zu stärken. Deshalb wollen wir auch künftig eine attraktive Sitzungszeit im Rahmen des DGP-Kongresses vorsehen. So kann sich das Format weiter etablieren und die Hürden für eine aktive Teilnahme bleiben möglichst niedrig.“