Was die Natur die Pneumologie über Asthma und Allergien lehrt: Keynote am Donnerstag von Prof. Erika von Mutius

Sie ist eine führende Vertreterin einer Theorie, die als „Hygiene-Hypothese“ oder auch „Bauernhof-Hypothese“ in die Medizingeschichte einging: Professorin Erika von Mutius, heute Direktorin des Environmental Health Centers am Helmholtz Munich sowie Direktorin des Instituts für Asthma- und Allergieprävention am Helmholtz Munich, machte schon vor Jahrzehnten die überraschende Entdeckung, dass Kinder, die auf einem traditionellen Bauernhof mit Milchwirtschaft aufwachsen, später wesentlich weniger Asthma und Allergien entwickeln als Kinder in keimarmen Umgebungen. „Die Natur lehrt uns, wie wir uns vor Asthma und Allergien schützen können“, sagt sie. In etlichen Studien hat sie die Wirkmechanismen untersucht – ihre neuesten, mit Spannung erwarteten Erkenntnisse dazu präsentiert sie in ihrer Keynote am Donnerstag, den 19. März 2026.

„Wir haben nun in kombinierten epidemiologischen und experimentellen Studien die Wirkmechanismen dieser immunologischen Toleranz entziffert“, sagt Erika von Mutius. Aber das ist nicht alles, ihre Zuhörer dürfen sich auf noch mehr Neuigkeiten freuen: „Zudem haben wir herausgefunden, welche Komponenten im bäuerlichen Umfeld für diesen Schutz verantwortlich sind. Diese Erkenntnisse bahnen neue Wege zur Entwicklung von neuen therapeutischen und präventiven Ansätzen.“

Es lohnt sich deshalb, früh aufzustehen! Die Keynote wird zudem im Livestream übertragen.

Zum Hintergrund:
Erika von Mutius ist Direktorin des Environmental Health Centers sowie Direktorin des Instituts für Asthma- und Allergieprävention am Helmholtz Munich.
Sie wurde 2023 mit dem Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Bayerns ausgezeichnet und ist ebenfalls Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Von 1993 bis 2023 war sie Oberärztin und Leiterin der Asthma- und Allergieambulanz des Dr. von Haunerschen Kinderspitals des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Erika von Mutius ist Preisträgerin des Gottfried Wilhelm Leibniz Preises und des Balzan-Preises und war zwölf Jahre lang Mitglied im Editorial Board des New England Journal of Medicine. Sie strebt die Translation ihrer Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung für die Prävention dieser Erkrankungen an.