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WeanNet

Dank der enormen Fortschritte der Intensivmedizin in den letzten Jahrzehnten können heute viele Patienten und Patientinnen mit schweren akuten Erkrankungen erfolgreich behandelt werden. Ein unabdingbares Instrument ist dabei die invasive Beatmung. Angesichts verbesserter intensivmedizinischer Behandlungsmöglichkeiten bei Organversagen, zunehmenden Komorbiditäten und der sich verändernden Altersstruktur der Bevölkerung wächst aber die Zahl der Patienten, die nur schwer vom Beatmungsgerät (Respirator) zu entwöhnen sind und deshalb längerfristig beatmet werden müssen.

Eine flächendeckende Versorgung dieser Menschen zu gewährleisten und auf dem noch jungen Gebiet der Beatmungsmedizin die nötigen Qualitätsstandards zu etablieren, stellt das Gesundheitssystem vor eine neue Herausforderung. Vor diesem Hintergrund hat die DGP 2009 das WeanNet gegründet. Getragen wird das Projekt von der Erkenntnis, dass das Weaning von langzeitbeatmeten Patienten erfolgreicher sein kann, wenn neben der medizinischen Kompetenz eine auf prolongiertes (= verlängertes) Weaning bezogene Struktur- und Prozessqualität vorhanden ist.

Das bundesweit arbeitende Kompetenznetzwerk WeanNet unterstĂĽtzt spezialisierte Weaning-Zentren in inhaltlichen und organisatorischen Anliegen. Eines der wichtigsten Ziele von WeanNet besteht darin, im Rahmen eines anspruchsvollen Zertifizierungsverfahrens eine ĂĽberprĂĽfbare Weiterentwicklung dieser Zentren zu fördern, um die Versorgung und Behandlungsqualität von Weaning-Patienten zu verbessern. Die Zertifizierung und ein Patientenregister mit inzwischen ĂĽber 10.000 Einträgen sind die zentralen Instrumente der Qualitätssicherung. Zudem lassen sich durch Auswertungen des Registers epidemiologische Daten fĂĽr die Kommunikation mit Krankenkassen und politischen Entscheidungsträgern ableiten. 

Sprecher: Prof. Dr. med. Bernd Schönhofer, Hannover

Stellvertretender Sprecher: Dr. med. Michael Westhoff, Hemer

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